HELGA & LENTISCO

Bericht vom 28.Mai 2018 - Testphase


ZITAT

"Bei meiner ersten Dressureinheit ist mir aufgefallen, dass er viel freier aus der Schulter kommt."



Um welche Produkte geht es?

Hallo zusammen, 

seit nunmehr über 3 Wochen darf ich den Goodsmith testen und möchte hier über meine Erfahrungen berichten. 


Doch kurz zu uns (meinem Pferd und mir), damit ihr wisst wer wir sind und was wir so machen. 


Ich bin Helga, lebe in München, reite seit 40 Jahren und besitze seit 30 Jahren eigene Pferde. Mein PRE Hengst Lentisco trägt seine Goodsmith nun seit dem 24. April 2018. 

Lentisco ist 10 Jahre alt, hat ein Stockmaß von 164cm und wiegt 550 kg. Er ist in der Dressur auf M-Niveau ausgebildet und befindet sich in einem sehr guten Trainingszustand. 

Unser tägliches Training gestaltet sich vielfältig. Wir arbeiten an Dressurlektionen, gehen gern eine Runde ins Gelände und übern uns außerdem an der Doppellonge, dem Langzügel und der Zirzensik. Lentisco bewohnt eine große Box mit Stroheinstreu und kommt tagsüber auf den Paddock (grober Schotter) oder die Weide.

Zur Huf-Ausgangssituation: 


Mein Schmied rät zu Barhuf, da die Hufqualität sehr gut ist. Leider sind unsere Böden eher ungeeignet für Barhuf. Der Hof ist gekiest und beim Ausreiten haben wir viel Straße zu bewältigen. Die kleinen Kieselsteine treten sich immer wieder in die Sohle und durch den typischen Gang der Spanier mit den Vorderbeinen laufen sich die Hufe auf der Straße schräg ab.

Die Montage haben mein Schmied und die Jungs von Goodsmith übernommen. Das hat gut geklappt und dauert nicht länger als ein Klebebeschlag. Huf reinigen – Klettpads am Huf anbringen – Grundplatte zuschneiden – Laschen anschweißen. Bei meinem Pferd haben sie sich für die zehenfreie Variante entschieden, einfach weil sie testen wollten, wie gut die Goodsmith mit weniger Laschen halten.

Das An- und Ausziehen der Goodsmith gestaltet sich zunächst etwas tricky, da die Klettverbindung sehr schwer ineinandergreift und ich als Frau nicht so viel Kraft in den Fingern habe. Aber mit einem kleinen Hämmerchen und 2-3 Mal Üben klappt es sehr gut. Das ab machen geht erstaunlich einfach, wenn man die Laschen etwas schräg abzieht. An- und ausziehen funktioniert gut. Zum Anziehen ist ein Hämmerchen sehr hilfreich.


Gangverhalten: Nun hatte mein Pferd noch nie etwas an den Hufen und wir waren alle gespannt wie er damit laufen würde. Ich hing ihn an die Longe und wir gingen auf den Platz. Schritt, Trap, Galopp. Er lief unverändert. Die Goodsmith haben ihn weder beeinträchtigt noch irritiert. Erster Test schon mal bestanden. Bei meiner ersten Dressureinheit ist mir aufgefallen, dass er viel freier aus der Schulter kommt.

Er hatte sich sonst immer wieder mal im Schultergürtel etwas festgehalten, was aber immer mit gymnastizierendem Aufwärmen zu lösen war. Nun lief er von Anfang an frei aus der Schulter. Offensichtlich war er doch etwas fühlig.Straße, Schotter, kein Problem. Rennbahn, gehalten. Über eine kleine Böschung in einen Bach, ca. 100 m durch den Bach und über eine Böschung wieder raus, gehalten. Feldwege und auch tiefe Böden haben sie ausgehalten.

Bei hohem Gras habe ich sie zuerst verloren. Die langen Grashalme ziehen sich zwischen die Kletts und schälen die Laschen richtig ab. Nach Rücksprache mit den Goodsmith Jungs wurde mir gesagt, dass ich beim Reiten auf einer höheren Wiese Sprungglocken drauf machen soll, die halten die Grashalme vom Klett fern. Und ja, mit den Glocken halten sie auch in der Wiese. Laufen lassen, longieren, Zirzensik. Die Goodsmith haben alles mit gemacht. Wild tobend in der Halle, rasante Starts an der Longe (wenn mal wieder das gefährliche Gespenst in der Ecke sitzt), spanischer Schritt, Kompliment, liegen, sitzen, steigen. Immer haben sie gehalten. 


Nur einmal haben wir einen verloren. Bei der Flucht vor einer Seifenblase :). Er ist sich hinten reingetreten und man hat richtig gehört wie sich der Klett gelöst hat. Klettpads am Huf und auch der „Schuh“ blieben unbeschädigt. Das Pferd ist dabei auch nicht ins straucheln geraten. Ich denke, dass er sich bei dieser Aktion auch ein Eisen abgetreten hätte und insofern war das für mich o.k.

Zur Reinigung: Mein Pferd steht in einer normalen Strohbox. Wir haben keine Abdecklachen drauf, was heißt, die Kletts am Huf sind unbedeckt. Die Reinigung geht erstaunlich schnell und einfach mit einer kleinen Wurzelbürste oder kleinen Drahtbürste. Die Reinigung ist unproblematisch. 


Mein Fazit: Also bis jetzt hat mich der Goodsmith positiv überrascht und auch überzeugt. Ich bin gespannt, wie lange er halten wird und auch wie lange die Kletts halten. Ich werde sie auf jeden Fall weiter auf Herz und Nieren prüfen. 

 Sicherlich ist auch der Goodsmith keine Eier legende Woll-Milch-Sau, aber das sind andere Systeme auch nicht. Für mich ist er auf jeden Fall eine super Alternative, die ich für meine Bedürfnisse uneingeschränkt nutzen kann.

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